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Südafrika

Rundbrief Februar 2009

Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
Liebe UnterstützerInnen und Freunde von Nightingale Trust (NT),
mit dieser so voll Hoffnung gefüllten Jahreslosung, möchte ich Euch noch ein gutes und gesegnetes Neues Jahr wünschen. Außerdem gibt es wohl kaum einen Bibelvers, der besser als Überschrift für mein Leben in den letzten 12 Jahren passt. Trotz schwerer Depression gab Gott mir den Mut, einer Vision zu folgen und ich durfte erleben, wie etwas – das für mich menschlich gesehen unmöglich schien – Wirklichkeit werden durfte. Unzählige Schwierigkeiten waren zu überwinden. Manchmal brachten sie mich im Endeffekt weiter, manchmal ließen sie mich für die nächste Herausforderung wachsen und so können wir heute, nach einer langen Gedulds- und Vorbereitungszeit und einem 8-jährigen Einsatz in Südafrika, auf folgendes Ergebnis zurückschauen: Neben ca. 40 Home Carern sind bei NT 2 Lehrerinnen, 2 Verwaltungskräfte, 2 Krankenschwestern und ab 1.10.2008 eine Managerin beschäftigt.

Der ganze Brief als PDF

Weihnachtsgruß von Richarda Küsel

Wir wünschen allen Freunden und Unterstützern ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Möge Euer Herz in dieser besinnlichen Zeit mit Liebe, Freude und Frieden erfüllt werden und möge Euch dies auch im Neuen Jahr erhalten bleiben.

Mit dankbarem Herzen, für alle Eure Unterstützung, Gebete, Gedanken und vielfältigen Freuden im vergangen Jahr, Eure

Richarda & Reinhold

Rundbrief Juli 2008

Hallo Ihr lieben LeserInnen nah und fern,
Schon wieder ist ein halbes Jahr verflogen. Den obigen Liedvers habe ich ausgewählt, weil wir, wie alle Menschen in Südafrika und der Welt, sehr besorgt auf das sehen, was in Zimbabwe passiert. Die Menschen dort leiden sehr, viele verhungern und immer wieder wird über maßlose Brutalität der Alleinherrschaft dort berichtet. Gespannt wird darauf gewarten, was die plötzlich begonnen Verhandlungen der Oppositionsparteien ergeben werden. Aber auch das Verhalten und die Bemerkungen von südafrikanischen Politikern lässt gleichzeitig die Nervosität hier im Land wachsen, bei der Frage, wie es wohl nach den Wahlen im nächsten Jahr in Südafrika weitergehen wird? Und: Was wird geschehen, wenn Nelson Mandela, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag gefeiert hat, stirbt und ihm nicht mehr Respekt gezollt werden muss durch die Erhaltung seines Friedenswerkes der verschiedenen Rassen, seiner Regenbogennation? Die Unzufriedenheit und die Kriminalität wächst. Die Lebenshaltungskosten sind in einem Jahr um 40% gestiegen. Für die Menschen, die eh nur einen kleinen staatlichen Zuschuss bekommen (der nicht angepasst wurde), ist dies ein wahres Drama. Es gibt große Gewinnverluste im Geschäftsleben, weil es seit Januar regelmäßig Stromeinsparungsprogramme mit Stromausfall von 2 - 4 Stunden 2 – 3 x die Woche gibt und vieles für diese Zeit einfach zum Stillstand kommt. Jetzt wird viel wegen der steigenden Preise oder weil zustehende Löhne nicht bezahlt werden gestreikt, was auch negativ für die Wirtschaft ist. Der Hauskauf ist wieder günstig geworden, weil viele Menschen das Land verlassen. Vor allem Weiße mit guten beruflichen Qualifikationen gehen nach Deutschland, England, Kanada, USA, Australien, Neuseeland. Bei dieser Entwicklung wird uns aber auch besonders bewusst, wie wunderschön Südafrika ist und welch ein freundliches und lebensbejahendes Leben hier möglich wäre. Dies macht traurig und das Abwägen für die Zukunftsplanung nicht einfach.
Aber nun zu Nightingale Trust: Nachdem sämtliche Papiere bei den zuständigen Stellen verloren gegangen waren, ich eine weitere Liste zum Durcharbeiten zugeschickt bekommen hatte und Reinhold und ich über Ostern die Nächte durchgearbeitet hatten, war es Ende April ENDLICH so weit!!! Nach 4,5 Jahren Papierkrieg kam der erlösende Bescheid: Nightingale Trust hat die staatliche Anerkennung als Ausbildungsstelle für Home Carer bekommen !!! Zum ersten Mal gab es Sekt in der Schule. Immer wieder schaute ich auf den Bescheid. Wie hatte ich stets gesagt? „Ich werde es erst glauben, wenn ich es schwarz auf weiß sehe.“ Und nun? Ich konnte es trotzdem kaum glauben.
Und schon kam die erste Institution, um eine Gruppe von 13 Home Carern von uns ausbilden zu lassen. Dies wird uns helfen, damit das jährliche Studentenloch von September bis Dezember nicht zu groß wird.

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