
Seit über 30 Jahren besteht die Partnerschaft mit der Trägerkirche der Kinderheime, der Good Shepard Ev.- luth. Church (GSELC).
Die indische Kirche ist Mitglied der Vereinigten Ev.- luth. Kirchen Indiens (UELCI) und über das Ev.- luth. Missionswerk Hermannsburg (ELM) auch Partnerkirche der Ev.-luth.Landeskirche Hannovers.
Der Freundeskreis Missionarische Dienste (FMD) begleitet die Partnerkirche und informiert die Freundinnen und Freunde in Deutschland. Einzelpersonen, Gruppen und Gemeinden beten für die Kirche und spenden für einzelne Projekte.
Über "unser" Dorf Chakiripalli gibt es die Infos unter:
http://www.fmd-online.de/indien/teachersfortribals/_chakaripalli.phpAdressenEckard H. Krause
krause@kirchliche-dienste.deHermann Brünjes
bruenjes@kirchliche-dienste.deFrank Jürgens
FrJuergens@web.deHans Mittmann
mittmann-hans@t-online.deFreundeskreis
Missionarische Dienste
Wriedeler Straße 14
29582 Hanstedt I
Telefon 05822-6001
Telefax 05822-6002
www.fmd-online.de/indien/teachersfortribals/index.phpfmd-buero@t-online.deKonto 4000 915
Sparkasse Uelzen
BLZ 258 501 10
Von den Christen in Orissa haben wir nichts Genaues gehört. Sie haben die Weihnachtstage sicher in Angst und Sorge verbracht, haben doch die fundamentalistischen Hindugruppen mit einem weihnachtlichen Generalstreik gedroht.
Unsere Geschwister in der GSELC sind von derlei Verfolgung nicht betroffen - sieht man einmal von der alle Bewohner der Region betroffenen Bedrohung durch das Polavaram-Projekt ab. Trotzdem gibt es Angst und vor allem Ärger - den allerdings machen sich unsere Geschwister selbst. Pastoren um Timothy, der mit einigen anderen die Good Shepard Kirche verlassen hat, weil sie ihr Kirchenland nicht für die Kirche registrieren wollten, haben versucht, das gemauerte Kirchengebäude in Kukunuru für sich zu beanspruchen. Sie hatten mit Hilfe von K.Abraham, der auf dem Gelände vor der Kirche die Alina School betreibt, die Polizei des Dorfes bestochen und dem Ortspastor wurde bei Strafandrohung verboten, die Kirche zu betreten. Daraufhin hat die Kirchenleitung einen Minister eingeschaltet und der hat sie unterstützt. Das Ganze lief recht dramatisch ab: Kirchenbesetzung durch die Abweichler, Gegendemonstration von hunderten Gemeindegliedern, Verhandlungen mit der Polizei usw. Am Ende bekamen unsere Geschwister von der Good Shepard die Kirche ausdrücklich zugesprochen und konnten dort Weihnachten feiern.
Im Dorf Rekapaka gab es kurz vor Weihnachten eine Brandstiftung: Die Hüttenkirche wurde abgebrannt. Durch wen, ist unklar. Die Kirchenleitung hat mit unserer Hilfe dafür gesorgt, dass die Kirche noch vor dem Fest wieder aufgebaut werden konnte so dass auch diese Gemeinde dort Weihnachten feiern konnte.
Diverse Telefonate während der Festtage haben uns froh gemacht, weil in allen Gemeinden wie üblich Weihnachten gefeiert wurde. Dieses Fest ist das am intensivsten begangene des Jahres, ähnlich bei uns. Es werden lange Gottesdienste gefeiert, mit Krippenspiel, Kerzenzeremonie und Weihnachtspredigt. Die Mitarbeiter ziehen durchs Dorf und singen, laden alle ein - und viele kommen auch wenn sie sich sonst Stammes- oder Hindutraditionen ausüben und noch keine Christen sind. Mitarbeitende in Gemeinden und Kinderheimen bekommen ein Kleidungsstück geschenkt, die Kinder in allen Heimen des Teachers for Tribals - Programmes erhalten eine Garnitur Schulkleidung und dieses Jahr erstmals auch Schulranzen. Und natürlich gehört auch ein gutes Essen und viel Begegnung und Spaß zum Fest.
Ehepaar Mittmann ist am 23.11. nach vier Wochen aus Indien zurückgekommen und hat seinen Bericht vorgelegt. Viele Details über Zahlungen, Buchführung und Administration der Kirche haben sie ordnen können, aber auch Hilfen zur Strukur der Mitgliederbeiträge, Eigeneinnahmen usw. gegeben. Außerdem haben sie die Geschwister vor allem bei der Führung der Kinderheime unterstützt. Hans Mittmann berichtet u.a. über die Situation in der Kinderheimen:
Der Indische Staat Andhra Pradesh unterstützt arme Familien mit einem Reisprogramm. Jede Familie erhält pro Monat bis zu 20 kg. Reis für einen Sonderpreis von Rs. 2,-- pro kg. Davon profitieren auch Christen und die Kinderheime. Außerdem wird Kindern der Primary School (Klasse 1-5) ein Mittagessen kostenlos angeboten. Daran nehmen natürlich auch die Hostelkinder teil. Alle Kinder bekommen zu Weihnachten eine Schultasche. Die wird dringend benötigt, da sonst die Bücher und Hefte in kurzer Zeit verschlissen sind. Auch, wie immer, bekommen sie zu Weihnachten eine Garnitur Schulkleidung. Davon sollen sie zwei besitzten, damit jeweils eine Garnitur gewaschen werden kann.
Die Hostel laufen weiterhin gut. Im Übergangshostel Chakkaripalli wurde ein guter Brunnen installiert und die sanitären Anlagen ausgebaut. In G.K. Padu wurden die Gebäude von innen und außen gestrichen.

Für zwei Wochen besuchten Präsidentin Esther Rani und Generalsekretär Pastor N.Daniel Deutschland. Eingeladen wurden sie vom ELM (Evang.-luth. Missionswerk in Niedersachen) anlässlich einer Tagung in Hermannsburg, zu der alle Präsidenten und Bischöfe der Partnerkirchen eingeladen waren. Auf der Konsultation ging es um Fragen der Partnerschaft und des Missionsverständnisses und das Treffen diente der Verbindung untereinander. Die beiden Delegierten der Good Shepard Evang. Luth. Church haben sich auf der Tagung wohl gefühlt und, auch wenn es sprachlich manchmal schwierig war, einige Kontakte knüpfen können. Besonders dankbar sind sie dem Asienreferenten Helmut Grimmsmann für die Einladung und die Gastfreundschaft.
Im Anschluss an die Tagung besuchten die Gäste Gemeinden und FreundInnen, die mit der GSELC verbunden sind. Sie gestalteten Gottesdienste in Westrhauderfehn und in der Epiphaniasgemeinde Bremen mit, besuchten in Ostfriesland mehre Gruppen, machten diverse persönliche Besuche und nahmen am Arbeitskreis Weltmission teil.
Nicht nur Esther Rani, auch Pastor N.Daniel, der als Übersetzer seiner Präsidentin mitgekommen war und das erste Mal außerhalb von Indien war, haben sich sehr wohl gefühlt und danken allen, die zum Gelingen ihres Besuches beigetragen haben. Mehrfach haben sie eingeladen, einmal nach Indien zu kommen, z.B. im nächsten Jahr mit der Studienreise im Oktober 2009.
Im Arbeitskreis Weltmission am 18.10.08 wurde über einige Neuigkeiten diskutiert: So hat die Kirchenleitung beschlossen, der Convention (Synode) eine neue Struktur vorzuschlagen, die die Kirche in 10 Gemeinden gliedert, jeweils mit Zentrum und Nebenstellen. Die Zahl der Mitarbeitenden soll etwas reduziert werden und dafür müsste ein Sozialplan beschlossen werden. Im Moment hat die Kirche ca. 8.000 getaufte Mitglieder, ohne die Kinder und Studenten. Damit ist die Zahl sehr zurückgegangen, was auf Schwierigkeiten innerhalb der Mitarbeiterschaft und die Spaltung in zwei Gruppen zurückzuführen ist. Das Programm "seek the lost" ist angelaufen und zeigt erste Erfolge. Auch die erstmalige Einführung von festen Mitgliedsbeiträgen zeigt erste Früchte. Bereits 5.600 Mitglieder haben diesen Beitrag bezahlt, was keineswegs selbstverständlich ist, da die Leute sehr, sehr arm sind. Nun also ist die Kirche einen Schritt weiter auf dem Weg in die finanzielle Selbstständigkeit.
Die "Gegenseite", ganz und gar unter der Regie von Paul Raj, hat am 1.9. eine Synode veranstaltet. Dazu hat man einen richterlichen Bescheid vorgelegt, der jetzt jedoch von der Präsidentin Esther Rani angefochten wird. Noch ist nicht entschieden, wer Rechtsnachfolger der GSELC-Leitung ist. Beide Gruppen beanspruchen das - nach unserer Interpretation jedoch nur die Gruppe um Esther Rani mit Recht. Es geht bei dieser Frage nicht nur um Rechthaberei - dann würden unsere Partner längst aufhören, auf ihrem Recht zu bestehen - sondern es geht um viel Geld und die Besitztümer aus der Phase vor 2003. Vor allem Letztere benötigt die Kirche um ihr Einkommen für die Gemeinden zu sichern.
Im November werden Hans und Gundel Mittmann nach Indien reisen. Sie werden vor allem die Bildungsarbeit in den Kinderheimen und die Administration begleiten. Im Januar 2009 sind dann eine Jugendkonferenz, Pastorentreffen, die Synode, ein Kirchentag und eine Pastorenschulung geplant. Dazu sollen E.Krause und H.Brünjes nach Indien reisen.
Ihr Gebet erbitten die Gäste vor allem für das geistliche Wachstum der Kirche und alle Mitarbeitenden, die Kinderheime und die Kinder und viel Weisheit im Umgang mit der noch immer nicht ausgestandenen krise unter den Mitarbeitern.