Aufatmen in Uganda – Sauerstoffgeräte kamen genau zur richtigen Zeit

Täglich atmen wir erwachsenen Menschen ca. 20000 Mal ein und aus. Eine ganz normale Sache – in der Regel merken wir es gar nicht.

Für Frühgeborene ist „atmen“ eine große Herausforderung, nicht nur in Uganda, sondern überall auf der Welt.
Lungen und Atemzentrum von Frühgeborenen sind noch unreif, und die Sauerstoffaufnahme ist eingeschränkt.
Hier in unseren modernen und gut ausgestatteten Krankenhäusern haben wir viele Möglichkeiten, die Winzlinge bei ihrer Atemarbeit zu unterstützen. Manchmal übernehmen Geräte sogar für einige Zeit die gesamte Atmung.

Im Rugarama Krankenhaus in Kabale, Uganda, gibt es solche Möglichkeiten nicht. Nur durch Gabe von zusätzlichem Sauerstoff kann den kleinen Kindern ein wenig geholfen werden, und das ist gut und wichtig, denn ein Mangel an Sauerstoff kann fatale Folgen haben.

Als wir Anfang dieses Jahres wieder mit einem kleinen Team in Uganda waren konnten wir feststellen, dass die Zahl der Frühgeborenen im Rugarama Krankenhaus ständig zunimmt.
Es war eng in den Räumen und in jedem Brutkasten lagen 2-3 Frühgeborene. Mütter saßen auf dem Boden und stillten ihre Kinder.

Der Chefarzt Dr. Mateeka und Schwester Jackline und Schwester Enid leiten die Station mit großem Engagement.
Sie berichteten uns, dass es oft zu Engpässen kommt, und dass sie gerade in solchen Situationen immer wieder erleben dürfen, wie Gott für sie sorgt:
Als sie kürzlich nichts mehr anzuziehen für die Kleinen hatten, kam ein Paket voll mit gestrickten Pullovern, Mützen, Socken und Wolldecken von uns aus der Epi.
Und genau an dem Tag, als so viele Frühgeborene auf der Station waren, die dringend Sauerstoff brauchten und die Geräte nicht ausreichten wurden zwei nagelneue Sauerstoffgeräte geliefert, die angeschafft werden konnten, weil liebe Menschen aus der Epiphaniasgemeinde dafür gespendet hatten.

Dr. Mateeka hat uns ein riesengroßes „Dankeschön“ für alle UnterstützerInnen hier in Bremen mit auf den Weg gegeben. Ohne unsere finanzielle und materielle Hilfe sei die Arbeit mit den Frühgeborenen nicht möglich, sagt er.
Dass unsere Hilfe tatsächlich ankommt und die Situation der kleinen Patienten wesentlich verbessert, davon konnten wir uns persönlich überzeugen.
Und deshalb machen wir gerne weiter: wir wollen stricken und häkeln, damit die Kleinen immer etwas anzuziehen haben und gerne möchten wir das Krankenhaus auch weiterhin finanziell unterstützen, damit wichtige und lebensrettende Geräte angeschafft werden können.

DANKE allen, die helfen und spenden und dafür beten, dass den Frühgeborenen in Uganda geholfen werden kann, damit sie nach dem schweren und viel zu frühen Start ins Leben in eine gesunde Zukunft sehen können.

 

Birte Holst