Das war die EpiMänner-Wanderfreizeit 2017

Ankunft im Regen
Unsere erste Wanderung
Geseliges Beisammensein beim Rehberger
Unsere tägliche Morgenandacht
Die ersehnten Sonnenstrahlen nach dem Regen
Regen, Schlamm und die Baumwurzeln setzten uns zu
Unser feierliches Abschiedsabendmahl
Die imposanten Gebäude der Grube Rammelsberg in Goslar
500 Meter weit unter Tage gab es viel zu sehen
12 muntere Wanderer nehmen Abschied vom Berghotel St. Andreasberg

vom 6. bis 9. September 2017 in Sankt Andreasberg

Vom 6. bis zum 9.9.2017 machten sich 12 EPIMänner samt ihrem Pastor in 3 PKW´s auf den Weg. Diesmal war unser Ziel das gepflegte Berghotel in St. Andreasberg (letztes Jahr der Solling). Dort auf 650 m Höhe empfing uns ein kalter Wind, der uns den Regen ins Gesicht blies. Aber von Entmutigung keine Spur. Die erste Wanderung startete noch am Nachmittag. Muntere Männer mit Regenjacken und Schirmen trotzten dem rauen Herbstwetter. Die Luft war herrlich frisch, die Wolken verzogen sich langsam, bald zeigte sich ein Stückchen Sonne!

Am ersten gemeinsamen Abend wurde viel erzählt und nach dem Abendessen im Panorama-Café des Hauses das süffige Rehberger Bier probiert. Angekommen!

Am nächsten Morgen, nach dem reichhaltigen Frühstück, beschäftigten wir uns mit der ersten von drei Bibelstellen zu unserem Thema „Unterwegs mit Jesus“. Jürgen, Michael und Martin hatten sich dazu auf Textstellen aus der Apostelgeschichte vorbereitet. An ihre Ausführungen schloss sich jeden Vormittag ein lebhafter Gedankenaustausch an. Alle Männer trugen dazu bei. Das Verhalten und der Mut des Apostels Paulus faszinierten uns. Wir erkannten: Die Missionsbewegung geht bis zum heutigen Tage und wir sind Glieder in dieser Kette. Das Projekt „Turning“ klang immer wieder durch.

Nach der geistlichen Erfrischung packten wir Schirme und Lunchpaket in die Rucksäcke und machten uns auf den Weg. Wir wanderten am Rehberger Graben entlang, einem Teil der Oberharzer Wasserwirtschaft, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Über viele Kilometer wird das Wasser frostsicher zu den Erzgruben geführt, das über fünf Jahrhunderte die Wasserräder für die Pumpen und Grubenaufzüge antrieb. Weiter ging es dann auf über 800 Höhenmeter. Dort hob sich bald der Nebel, die Sonne drang durch die Wolken und wir erlebten voller Staunen den weiten Blick über die bewaldeten Höhen. Ein herrliches Picknick!

Für Freitag war wieder Regen angesagt; deshalb besuchten wir vormittags die Silbererzgrube Samson, auch ein UNESCO-Welterbe. Wir gewannen Einblicke in den historischen Bergbau und die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergleute. Anschließend besuchten wir das Kanarienvogelmuseum. Die kleinen Sänger waren untertage unentbehrlich zur Warnung vor lebensgefährlichem Kohlenmonoxyd.

Am Nachmittag erlebten wir eine abenteuerliche Wanderung um den Oderteichsee. Es peitschte immer noch der Regen, die Wege waren aufgeweicht und rutschig durch unzählige Baumwurzeln und bemoostes Gestein. Wir mussten auf jeden Schritt achten, hielten aber immer wieder an, um in den Regenpausen die wunderschöne Landschaft zu sehen. Einer von uns erlebte ein unfreiwilliges Bad in den Sümpfen. Doch nach der warmen Dusche und dem leckeren Essen war dieser Schreck schon vergessen, der Humor kam wieder….

Ein toller Abschluss war am Samstag unser Besuch im 1982 stillgelegten Goslarer Erzbergwerk Rammelsberg. Mit der Grubenbahn fuhren wir 500m weit in den Berg hinein und erlebten, mit welchen Werkzeugen und Maschinen das Erz gefördert wurde.

Voller guter Eindrücke kamen wir abends wohlbehalten in Bremen an.

                                                                                                                           Christian Wilke

EpiMänner - Terminplan

Unsere nächsten Termine für 2017

(Änderungen sind jederzeit möglich und werden bekannt gegeben!):                                    

28.10.2017 um 9 Uhr Männerfrühstück
Unter dem Thema: Pastor Paul Deitenbeck - ein unerschrockener Zeuge Jesu Christi

vorgestellt durch seinen Nachfolger in Lüdenscheid, Pastor Martin Gossens

16.12.2017 um 16 Uhr Weihnachtsfeier

Männerfrühstück - So geht's bei uns zu:

Wie jedes Mal ist Michael schon um acht Uhr da. Willi bringt Brötchen, Butter und Auflage. Um 9 Uhr ist das Frühstück fertig vorbereitet. Inzwischen sind die Brüder eingetroffen. Wir hören die Losung, singen einen Choral und Michael betet mit uns. Endlich Frühstück! Leckere Brötchen, Marmelade, Honig, Obst, ... Wir sitzen uns an der großen Tafel gegenüber. Gemeinsam hat es gut geschmeckt. Frank spricht ein Dankgebet.

Andreas beginnt mit dem Bericht über seinen Pilgerweg nach Santiago de Compostela, zeigt uns Bilder dazu. Das berührt ihn noch sehr. Der Bericht geht uns nahe, weckt Interesse, selbst auf Pilgerschaft zu gehen.

Danach sitzen wir im großen Kreis. Wir hören von einem Bruder, dass seine Operation gut gegangen ist. Unsere Gebete haben ihm in dieser schweren Zeit gutgetan, Mut gemacht. Peter hält eine kurze Schlussandacht, wir werden still. Zusammen im Kreis singen wir: "Komm, Herr, segne uns", sprechen das Vaterunser und lassen uns Gottes Segen zusprechen.  Danke, lieber Vater, für diese gute Gemeinschaft!

Unser Männerfrühstück am 19. März 2016 : "Lebensberichte"

Auch diesmal hatten wir - nach dem ausgiebigen Frühstück - ein besonderes Thema: Lebensberichte von Männern aus unserer Runde.

Berührend war der Bericht von Wolfgang Lange vor ungefähr 5 Jahren, der 10 Jahre in russischer Kriegsgefangenschaft erlebt hat. Karl Böhm und Hans Broszat berichteten auch aus dieser Zeit. Ganz still saßen wir in der Runde und hörten aufmerksam zu. Im Oktober 2015 konnten wir Friedel und Michael Liewald hören. Wir haben die beiden ganz neu erlebt! Michael berichtete von gesundheitlichen Problemen, mit denen er längere Zeit zu tun hatte. Er nimmt die Dinge aus Gottes Hand hin, mit Vertrauen und Gelassenheit. Friedels Zeugnis kann uns allen Mut machen: Auch in schwierigen Zeiten hat Gott immer wieder in ihrem Leben aus einem Minus ein Plus macht.
Jetzt, am 19. März, bei unserem Männerfrühstück, ist Christian Wilke dran. Er leitet seinen Bericht ein mit einer kritischen, liebevollen Charakterisierung seiner Person. Mich hat das angenehm überrascht (so reden wir selten miteinander) und berührt. Seine Familie lebte in Schlawe in Pommern, der Vater Pastor der Bekennenden Kirche, mit einem starken Glauben. Persönliche Begegnungen mit Dietrich Bonhoeffer haben ihn geprägt.

Ein strenger Mann, manches Mal zu streng. Seine Ablehnung gegenüber dem Nationalsozialismus verschwieg er nicht, hielt trotz des Verbots Bibelstunden, 1941 wurde er verhaftet. Er wurde wieder entlassen und sofort an die Front geschickt. Die Mutter erfuhr von der Gestapo: Seien Sie froh, dass Ihr Mann an die Front kommt, anderenfalls wäre er im KZ gelandet.

Im Januar 1945 rückte die russische Front immer näher an Schlawe heran (Christian hat aus dieser Zeit Briefe seiner Mutter, die ihrem Mann täglich an die Front schrieb). Die Mutter, 28 Jahre alt, hochschwanger, zog mit ihren Kindern nach Kolberg um, Christian ist 2 1/2 Jahre, seine Schwester 4 Jahre alt. Das Baby kam 8 Wochen zu früh zur Welt und musste im Krankenhaus gepflegt werden. Anfang März '45, nachdem Kolberg eingeschlossen und weitgehend zerstört war, wurde auch das Säuglingsheim getroffen. Der kleine Bruder kam ums Leben und musste im Garten des Hauses begraben werden. In dieser Situation versuchte die Mutter, als eine von Zehntausenden, die gleichzeitig am Hafen warteten, einen Platz auf einem Flüchtlingsschiff zu ergattern. In unserer Runde steigt die Spannung. So manch einer ist froh und dankbar, dass er nicht in dieser Zeit lebt.

Endlich, in letzter Minute, kurz bevor die Stadt vollständig von den Russen besetzt wurde, kam sie mit ihren zwei Kindern auf ein Schiff. Kurz vorher kam die Nachricht vom Untergang des Flüchtlingsschiffes "Wilhelm Gustloff" nicht weit von Kolberg: 9.000 Tote, nur 1.100 Überlebende! Russische U-Boote! Angst vor dem Ertrinken!

Das Schiff mit Christian als Passagier hätte eigentlich im Hafen von Swinemünde ankommen sollen. Wären sie dort gewesen, wäre das Schiff durch die 1.100 amerikanischen Flugzeuge, die an diesem Tage Hafen und Stadt Swinemünde in einem Inferno ausradierten, wahrscheinlich versenkt worden. Doch der Kapitän entschied sich für einen anderen Kurs. Wir staunen über die glückliche Fügung. Christian nennt sie Führung Gottes.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich Zeitgeschichte in der Schule so spannend erlebt habe! Es bleibt noch Zeit für einige Nachfragen. Wir sind gespannt auf eine Fortsetzung. Gemeinsam beten wir für unsere Familien und Kinder, und auch für die Familie von Christian. Dank für die Bewahrung in schwieriger Zeit!

Jürgen Temps

So ging es bei unserem 10-Jährigen Fest zu....

Michael macht die Begrüßung und spricht ein Gebet
Christian spricht Dankesworte
Nun ist Peter mit seinem Dank dran
Alle lauschen
Der Tisch war festlich gedeckt
Friedel und Michael Liewald beeindruckten uns mit ihrem Lebensbericht
Aufmerksame Hörer in der Runde
Das Frühstück war wieder einmal Klasse!